Schlachtzeile


Autor ~ Intention ~ Trümmer ~ Impressum




Königreich der Träume

Wieder grünt das ganze Land in seinen Farben
Einst blut'ge Schmerzen sind heute bloß noch Narben
Und die lachend' Sonne erstrahlt und erhellt
Die oh glückselig wabernde Wunderwelt

Doch wachsen die Schatten hinab und hinauf
Spenden keinen Trost in ihrem stet'gen Lauf
Bringen Hohn der Scheuche und Furcht dem Leu
Und 's tiefe Trübsal dem Glück folgend treu

Aber wer wandelt dort die Prachtstrass' entlang
Beide Löffel schwingend mit Lippen voll Klang
Bannt das düst're Dunkel aus Denkern und Herzen
Einzig mit Freude und Lachen und Scherzen


~


22.10., 17:00Uhr
Die Sonnenstrahlen lassen mich frösteln, doch die schlanken Arme der Nacht wärmen mich.


~


Sehnsüchte

Dies lieblich Gesicht macht mich gar verrückt
Vor Entzücken ohnmächtig und vor Lieb' schäumend
Dies' Lippen sind für mich geformt
Küsst ich sie würd' ich als Sterblicher ein Engel werden
Ich könnt erahnen was in Eden es zu staunen gibt
Und Gottes Pracht wär doch nur verblasster Glanz
Verblasster Glanz neben dir, du Diamant der Seele
Dies Augen so betörend heiß am glühen
So bezaubernd fordernd und schüchtern kühl
Augen in denen ich ertrinke und stets wiedergeboren werde
Und von Mal zu Mal mehrt sich die Liebe zu dir
Die Ehrfurcht vor so etwas überwältigendem
Die Demut vor so etwas wahrhaft großem

Ich wüsst wie's wär den Horizont zu erhaschen
Wenn ich nur einmal deine Wange streicheln könnt
Die schönsten Blumen auf den höchsten Bergen duften wie Engel duften mögen
Doch dein Haar zu schnuppern wäre die Spitze des Berges der bis in die Wolken ragt
Könnt ich deine Kurven, deine Konturen einmal nur entlang fahren
Ich wüsst wie's wär, wenn ich glücklich wär

Du machst aus mir einen Süchtigen
Lässt mich nachts von dir träumen und tags an dich denken
Ich brauche dich nicht wie der Fisch das Wasser oder der Mensch die Luft
Ich brauche dich wie der Himmel die Wolken braucht, wie die Nacht die Sterne und die Rose ihre Dornen
Ich brauch dich nicht zum existieren, denn Existenz ist vergänglich
Nein, ich brauche dich zum vorhanden sein
Ich brauche dich zum lieben
Ich brauche dich zum lieben
Ich brauche dich, dich ewig zu lieben
Denn die Ewigkeit der Liebe lässt das schlichte Leben verblassen
Wie dein Lächeln jeden Sonnenuntergang

Du bist der Sinn den ich bejahe
Und du gibst mir dadurch einen Sinn
Bringst Strahlen in mein Leben, die die Sonne nie hervor bring' könnt'
Du bringst mir kein Glück, denn du bist ja kein Regenbogen
Du machst mich glücklich, denn du bist so viel mehr
Ein Stern zu Ehren eines Menschen, eine Schnuppe zu Ehren eines Traums, doch das gesamte Himmelszelt zu Ehren deines Seins

Ich möcht dein Lächeln jeden Morgen neben mir sehen
Und mein letztes Augenlicht am Abend soll dein Antlitz küren
Ich möcht' dich nicht besitzen, nicht haben
Ich möcht' dich lieben wie's die Liebe selbst nicht könnt'
Ich leg dir mein Herz, mein Hab und Gut, meine Seele zu Füßen
Ich bin dir ergeben und ich bin es frohen Sinns
Nie wollt ich etwas mehr
Nie wollt ich etwas so sehr
Nie war die Sehnsucht so stark
Nie wusst ich was Liebe ist
Bis du in mein Leben stolpertest
Du kleiner Tollpatsch wieder Willen
Du Blüte, du Pracht, du Glanzstück allens

Wahrlich hab ich dich stets gemocht
Und dann fing es an zu kribbeln
Gleich einem wohl'gen Schauer
Dann wußt ich, es ist Liebe
Nun weiß ich, es ist so viel mehr

Und war ich in meinem Leben bisher meist schwach
So weiß ich, dass du mich zum Stärksten aller machst
Du gibst mir nicht nur Kraft um jeden Tag aufs Neue zu beginnen
Du gibst mir die Kraft dies mit einem Lächeln zu tun
Du bist meiner Flügel Hoffnung
Meiner verderbten Seel'

Du bist nicht was ich mir erträumte
Denn wagte ich nie etwas derart zauberhaftes zu träumen
Du machst mich rasend vor Eifersucht
Du lässt mich heiße Tränen weinen
Du lässt mich verzagen und verzweifeln
Du machst mich verrückt vor Liebe
Du lässt much heiße Tränen weinen
Du lässt mich leben, lässt mich lieben, lässt mich ewiglich werden

Denn du bist das Trachten
Das Große und das Ganze
Der Sinn den ich ewig bejahe, ewig und ewig
Du bist die Sehnsucht tief in meinem Herzen
Du bist das Lächeln auf meinem Gesicht
Du bist das Strahlen auf meinem Gesicht
Du bist richtig
Du bist richtig
Du bist richtiger, du bist die Wahrheit und du bist die Liebe
Du bist meines romantischen Herzens größte Liebe


~


Leu & Lüge - Aufstieg

Wirken große Mächte auf das ew'ge Sein
In seiner Essenz so unverfälscht und rein
Auferstehende Wächter aus Stein und Blut
Wahren die Dinge mit heroischem Mut
So wurden Horizonte viel befreiter
Doch die ewigen Wasser sehen weiter


~


Leu & Lüge - Niedergang

Altes, vergess'nes Dickicht aus Traum und Schein
Begraben unter Wächtern aus Blut und Stein
Die sanfte Ewigkeit blüht niemals wieder
Doch Nixen singen weiter ihre Lieder
So geht die ganze Welt nun lachend unter
Denn 's wird nie mehr besser, nie mehr bunter


~


Verträumt schlenderte er durch die Drogerie und betrachtete verstohlen ein paar attraktive Frauen aus den Augenwinkeln.
Vor dem Regal mit dem Bürobedarf bleibt er stehen, denn er weiß, dass er gefunden hat, weswegen er kam.
Doch nun weiß er nicht mehr, wozu er das Gesuchte - das ja nun das Gefundene ist - gebrauchen wollte.
Er erinnert sich wage daran, ins Cubanita gehen zu wollen. Doch weshalb weiß er nicht mehr.
Er verlässt das Geschäft und setzt sein Lächeln auf, wie andere ihre Mützen, sobald sie das Haus verlassen.
Ein wenig konfus. Aber das ist er gewohnt.

Gedankenverloren geht er durch die kühle Nacht und weiß nichts mit sich anzufangen.
Wie deprimierend es doch manchmal ist, allein zu sein.
Und wie befreiend es oft ist, allein zu sein.

Er lässt das zwei Euro Stück in den Schlitz gleiten und verliert sich wieder in den Bildern aus alten Tagen.
Sieht Trugbilder, die viel realer sind, als sie scheinen und vermeintliche Realität, die aus komprimiertem Lug besteht.
Betörend.

Er lässt sich fallen, fällt in alte Raster.
Er geht in der Jagd auf, wie schon so oft.
Die Schnauze in die Luft ragend, wittert er nach ihrer Fährte.

Genug. Er wird gehen, weil der Gang seine Rettung ist.
Er lässt den Stein wieder sinken und begräbt längst begrabenes wieder.

Auf zu neuen Welten.
Zumindest nicht zurück in Alte...


~


Abgründe

Zwischen Gehäuf zerbroch'ner Träume und
Zwischen den Scherben von einst später Stund'
Zwischen heißer Angst und kalter Asche
Zu vollem Glas und leerer Flasche
Sitzt ein Kind neben einem jungen Mann
Sitzt in Schutt und in Schmutz von irgendwann


~


13 Nixen

Stille senkt sich auf die pechschwarze Stadt hernieder
Einsame Gassen summen leise ihre Lieder
Die Lichter erlischen und Schatten treten hervor
Die Nixen singen aus den Flüßen leise im Chor
Die tottraurigen Klänge dringen durch Mark und Bein
Sie singen über das ewigliche Einsam sein
Sie singen von Früher, von verlorenen Lieben
Und darüber, dass sie im Tod allein geblieben
Sie weinen schwarze Tränen in die düstere Nacht
Hat doch keine von Ihnen Ihr Schicksal selbst gemacht
So sind sie doch alle verdammt ewig zu leben
Und in jeder Nacht ihrem Leid Ausdruck zu geben
Dreizehn Nixen singen nachts aus den Flüßen im Chor


~


Sie saßen zusammen an dem kleinen Tisch. Die Musik war schrecklich laut, wie eine große Wolke die jedes Geräusch, das man von sich gab, aufsog, und nur ihr Donnern hören ließ. Er schaute sie verträumt an, die Müdigkeit hinter seinen Augen wuchs und es fiel ihm sichtlich schwer die Augen offen zu halten. Ein Kellner schwirrte vorbei, sie hielt ihn an und bestellte einen Wein, Rotwein. Er schloss sich dem an und bestellte dasselbe. Er wollte nicht lange in der Karte stöbern und Rotwein ist immer gut. Sie schauten sich beide in dem riesigen Raum, der trotz seiner Größe zu klein war für all die Gäste, um. Nach einer Weile brachte eine Frau ihnen den Wein, zwei Gläser und zwei kleine Karaffen, sie goss ein wenig in die Gläser und verließ den Tisch mit einem flüchtigen Lächeln wieder. Beide stießen an und schnupperten an dem trockenen Rotwein. Er roch sehr wuchtig, vollmundig aber zugleich auch sanft und süß. Sie trank zuerst, dann er. Ihr schien der Wein sichtlich zu schmecken. Ihm war der Wein egal, er wollte aus einem unempfindlichen Grund sich einfach nur betrinken, und es war ihm gleich mit was. Aber er trank den Wein deshalb nicht in großen Schlucken, man könne meinen er genieße ihn nicht weniger als sie. Er fühlte wie es in ihm brodelte, schöne Gefühle stiegen in ihm auf, wie eine Woge des Glücks und der Zufriedenheit. Er fühlte sich schlichtweg zufrieden, so zufrieden wie er sich seit einer kleinen Ewigkeit nicht mehr gefühlt hatte. So erschien ihm das wahre Leben, einen netten Abend in einem netten Lokal mit einer netten Dame. Nichts entsprach den Vorgaben, aber der Schein ließ es so aussehen, und das genügte ihm in dem Moment. Es war zwar kein wirklich netter Abend, es war auch kein nettes Lokal, und sie würde niemals etwas mit ihm anfangen, aber ihm genügte das, den Moment einfach zu nehmen wie er kam und damit glücklich zu sein. Er genoss diesen Moment inneren Friedens.
Sie teilte ihm mit das sie nun gleich gehen würde. Er gab ihr noch einen Cocktail aus, und schob ihr etwas Geld zu. Dann standen beide auf und gingen ihrer Wege.
Er ging noch in ein Café und bestellte sich einen Pernod und einen doppelten Wodka ehe er nach Hause ging und sich auf das Sofa schlafen legte.


~


7.12., 1:30Uhr
Der grinsende Mann im Mond lacht auf mich herab.
Wie ein Scheinwerfer eines Gefängnisses leuchtet er mir in pechschwarzer Dunkelheit bittersüß heim.
Die Nacht so klar, die Luft so frisch.
Nichts betrübt mein Gemüt von großer Wichtigkeit.
Doch als er zu jaulen und zu japsen anfing, da trat die Göttin der Nacht in meine Gefilde des Seins.
Tosende Wut erzürnte meine Weichheit und ich fror...

~


Alptraum

Ich schließe meine Augen und es wird Nacht
Ich falle in eine andere Welt, aus Finsternis gemacht
Ich irre umher, kann nichts sehen
Versuche irgendwohin zu gehen
Doch komme ich niemals an ein Ziel
Es ist wie ein grausames Spiel
Ich habe Angst, ich bin allein
Ich wollte niemals hier sein
Meine Knie sind am zittern
Meine Gedanken am splittern
Es zermürbt, es zerstört
Nichts gesehen, nichts gehört
Tränen und einsame Verzweiflung
Schluchzen und sinnlose Hoffnung
Die Zeit ist fort, Panik tritt hervor
Sie schreit wie ein irrer Chor
Packt mich mit ihren Fingern und zieht
Sie zieht mich ins Vergessen, sodass man mich nie mehr sieht


~


Himmelsepos

Die Finsternis umringt gleißendes Licht
Durch dunkle Wolken noch mehr Schatten bricht
Die Dämonen lechzen nach weißem Blut
Sind Gefangene ihrer eign'en Wut

Herrscharen von schwarzen Todesrittern
Deren dämonische Hunde wittern
Die Fährten von allem was je gelebt
Dann wird getötet bis alles erbebt

Der Devadatta hat viele Namen
Doch kennt keiner von ihnen Erbamen
Hasserfüllt und mit düsterem Herzen
Will er allen Wesen des Lichts schmerzen


Die himmlischen Heerscharen sind bereit
Sind bereit seit der letzten Ewigkeit
Gewappnet für den Kampf und für's sterben
Auf das ihre Welt nicht liegt in Scherben

[…]

Die Wolken und Sterne räumen das Feld
Denn viel Platz das braucht der himmlische Held
Roter Schwerkämpfer aus alten Tagen
Wird sein Horn der Schöpfung bei sich tragen

Im Rücken ewig brennende Steppen
Müssen sich durch die Dunkelheit schleppen
Durch das lodernde Feuer und die Nacht
Bis der Kampf vor dem Himmelstor erwacht

[…]


~


Das falsche Fühlen

Die Brust zerbarst, das Herz entzweit
Kein Gottes Segen mehr, nie himmlisch geweiht
Verloren und verlassen, taumelnd hinab

Des Frostes Heim ist nun mein Herz
Glänzend weiß, erfüllt von Schmerz
Dunkle Sirenen seufzen mir hinab

So klagend leis' wein' ich vor mich her
Welch Verlust, verkraft' ich nimmer mehr
So starb ich erneut und flucht' gen Hades

Nie mehr dies lieblich Stimm'
Nur noch des Devadattas Grimm
Verloren und verdammt im Hades


~


30.05., 5.58Uhr
Die klarsten Momente erlebe ich immer wenn ein neue Tag heranbricht und mein Verstand, von der durchgemachten Nacht, leicht benebelt ist.
Ich sehe Dinge, die es zu verwirklichen gilt.
Ich sehe Wege, die es zu beschreiten gibt.
Ich sehe alte Gewohnheiten, die es zu durchbrechen gilt.
Alles scheint machbar.
Es ist wie "auf Droge" sein.
Ich könnte süchtig danach werden, diese Momente zu erleben, auszukosten.
Ich bin es schon...


~


Legion

Siehst du des Teufels finst're Augen
Siehst du die in der Hölle lodernden Flammen
Siehst du den blanken Hass in der Fratze des Vergessens
Siehst du die Dämonen in die Nächte fliegen
Siehst du wie die Uhr rast
und die Zeit vergeht


~


Polternd, leise kreischend fährt die Straßenbahn in die Kurve zur Haltestelle und gleitet immer langsamer, bis sie schließlich zum Stillstand kommt.
Die Türen öffnen sich, niemand steigt aus, er steigt ein.
Mit einem Lächeln, dass nicht in diesen Sphären haust, lässt er sich auf einen Sitz gleiten.
Sanft strömen die Säfte durch ihn und er spürt das Leben.
Das Leben in ihm. Das Leben um ihn herum.
Landschaften aus Beton und Stahl ziehen an ihm vorbei und ein gewisser Schwermut senkt sich auf sein Gemüt.
Die Tatsache, dass man alleine ist, macht den Umstand der Einsamkeit nicht besser.
Die Welt versinkt im Zwielicht und dunkle Kreaturen kriechen aus den Schatten hervor. Lauern hinter Büschen, verstecken sich in Seitengassen, harren unter Brücken aus.
Erneut nimmt die Straßenbahn eine Kurve, dieses mal schärfer. Einer Harpyie gleich entfleucht ihr das Getöse.
Verloren in Gedanken sieht er sich um.
Allein im Wagon. Allein unterwegs.
Weg.
Er erhebt sich und verlässt die Bahn. Auf dem Bahnsteig zündet er sich eine Zigarette an und lässt den Rauch langsam entweichen.
Etwas liegt in der Luft.
Der Duft der Veränderung.
Etwas Großes steht bevor.
Er kann es beinahe schmecken.
Es ist schon verdammt nah.
Mit diesem Lächeln setzt er sich in Bewegung, nimmt die Stufen mit einer Leichtigkeit, der jede Anmut fehlt.
Setzt sich in Bewegung um sich seinem Ziel zu nähern. Setzt sich...in Bewegung...um vorwärts zu kommen.

Auf zu neuen Welten. In denen sich Fuchs und Hase 'Gute Nacht' sagen können.


~


Von wahren Luftschlössern und neuen Horizonten

Schwarzer Regen prasselt sanft hernieder
Die Kälte zieht sich durch meine Glieder
Doch schreit' ich in Kreisen tanzend umher
Wie der Panther im Käfig schreit' ich schwer
Ich lächle zum Mond und zu den Sternen
Die Tränen fallen nur hernieder, zum Mond zu fallen müssen sie noch lernen.

Den Kopf voll Plänen, Zielen und Träumen
Das Herz vor lauter Sehnsucht am schäumen
Die Lippen voll von Küssen nur für dich
Die Seele voll von bitt'rem Trost für mich
Kann man Luftschlösser mit Steinen bauen?
Oder bleiben sie aus Luft und Träumen? Ich werd's versuchen. Ich werd' mich trauen.

Lass uns am Ende vom Horizont steh'n
Lass es uns gemeinsam wagen und seh'n
Alle Wunder stehen für uns bereit
Die Herzen voll Glück, die Seelen befreit
Wir stürmen das Luftschloss, machen es wahr
Dort überstehen wir Stürme und über den Wolken ist der Himmel stets klar.

Ich schenk' dir mein Vertrauen und mein Herz
Ich helf' dir bei deinem Leid, deinem Schmerz
Lächelnd halt ich dir die Hand entgegen
Voller Geduld wart' ich auch im Regen
D'rum mach dir bitte keinen Kopf um mich
Ich wart' gern. Und eines musst du wissen, darfst du nie vergessen: Ich liebe dich.


~


Darf ich mich vielleicht einen Moment zu dir gesellen? Ja? Das ist nett.
Ich bin schon sehr weit gelaufen. Und manchmal werde ich müde.
Hast du den Stern gesehen? Den letzte Nacht der Himmel gebar?
Du musst wissen, es ist meiner.
Der Herr schenkte ihn mir, damit ich mein Ziel besser finden kann.
Aber sag, was treibst du hier?
Oh, ein fahrender Ritter?
Es ist schön, deinesgleichen noch unter den Menschen zu wissen.
Das ist ein Gedanke, der es wert ist, geboren zu werden.
Doch fühlt er sich einsam.
Wo soviel Finsternis ist, strahlt ein Funke schon sehr verlassen.
Dennoch strahlt er hoffnungsvoll.
Entschuldige, dass ich meinen Gedanken so freien Lauf lasse.
Ist dir auf deinen Reisen etwas begegnet, dass sich nicht vor seinem Schatten am Morgen fürchtet?
Oder das nicht zuckt, wenn es seinem Schatten am Abend begegnet?
Nein?
Ich auch nicht.
Aber es ist auch sehr schwer. Wo es doch so vieles gibt, dass einem Angst bereiten kann.
Doch lass uns die Welt freundlicher gestalten.
Kommt, lass uns die Welt bunt färben mit unseren Worten.
Sie werden erstrahlen wie ein Regenbogen, der die Welt umspannt.
Denn wenn wir es schaffen würden, sie so weit zu tragen...
...würden sie Flügel bekommen und in die Herzen eines jeden dringen.
Es ist schön einen Traum zu haben. Einen gemeinsamen.
Wohlan denn, es hat mich gefreut.
Vergesst unseren Traum nicht und tragt ihn über die Horizonte, bis sich der Himmel unserer strahlenden Worte nicht mehr verwehren kann.


~


Der Fall

Warme Sonne lässt uns dunkeln
Kalter Mond lässt Tränen funkeln
Eine Wimper auf der Wange
Nur ein Abschied, nicht für lange

Warme Lippen die schon schwinden
Worte sich im Ohre winden
Eine Nacht so göttlich rein
Nur der Sturz kann größer sein

Die Lust begrub alle Liebe
Reinheit ward Opfer der Triebe


~


Kaskaden der Reinheit

Die aus ewig schwarzem Blei gegoss‘ne Flut
Verschlingt gierig all des Volkes starken Mut

Wieder starren hohle Hülsen leeren Blickes
Langsam baumelnd von des dunklen Todes Strickes

Blaue Flammen lodernd brennt die ganze Welt
Während die finstere Bestie tosend bellt


~


Eden's Spross und Menschen's Leid

Sanfte Winde wehten übers Land
Als das heil'ge Licht ihn endlich fand
In seine Seele schlug und strahlte
Und neue Träume in ihn malte

Die einst' düst're Welt in ihm verschwand
Und die sanfte Liebe ward entbrannt
Die ihm täglich neue Kraft verlieh
'Drum die Lieb' stets lieblicher gedieh

Doch wird schon bald ein Keim entstehen
Auf das er langsam wird aufgehen
Sich begierig um die Liebe schlingt
Und sie letzten Endes doch umbringt


~


Reiche Armut

Die Liebe vermag dem Liebenden Essenz zu geben
Der Stolz des Stolzen Halt im Leben
Der Hass lässt den Hassenden in falschen Feuern glühen
Des Frohen Frohsinns lässt die Blumen bunter blühen
Die Sehnsucht zerfrisst den Sehnenden so wie sie ihn auch nährt
Der Glückliche durch pures Glück sei Geld vermehrt
Die Torheit macht den Unbedachten selten reich
Die Trauer eines Trauerndens Träne und Tuch zugleich

Des Romantikers Herz ist das ärmste Herz aller Herzen.
Es beugt sich dem Stolz,
lässt Hass
und Glück gleichermaßen ausser Acht,
ist der Torheit Sklave
und hat die Trauer weit öfter zu Besuch
als jegweligen Frohsinn.

Doch ist das romantische Herz auch das reichste Herz aller Herzen,
da es die Farben der Liebe in einer ungeahnten Pracht zu bewundern vermag, wie nichts anderes.
Es erfand die Sehnsucht zwar nicht,
doch erfand das romantische Herz die Sehnsucht vollkommen neu.
Es schlägt für all die Schönheit dieser Welt
und vermag an Blindheit und Starrsinn zu leiden.
Doch reut es dies niemals.
Es ist oft dumm
und fast immer unbelehrbar,
doch lässt sich niemals Scham erkennen.
Unverkennbar schlägt dies Herz für den Sinn allen Lebens
und lässt alles andere -
Vernunft,
Etikette,
Moral,
Anstand,
Ethik
und Glaube
- in nichtiger Trivialität verblassen.

So bettelarm und doch an Reichtum nicht zu übertreffen.


~


Ein Sommernachtsalptraum

Auf's glühenste lieb ich dies magisch Wesen
Mein Herz, mein Sein verzehren sich so sehnlich
Ihr Wort, ihr Tun war dem meinen so ähnlich
Und so ließ ich sie mein Innerstes lesen

Doch dunkle Wolken zogen uns entgegen
Sie sprach so wahr und rein aus tiefstem Herzen
Nur war dies Tief nicht erhofft, nur voll Schmerzen
Und aus Eden stürzt ich, nimmer mehr Segen

Gebroch'n und gebückt blick ich gen Eden
Und hör noch immer leis' die Engel reden
Im Aug' beginn' sich Kristalle zu paaren

Obschon mein armes Herz wie Glas zerbrochen
Hätt' ich nie schlecht von >meiner ihr< gesprochen
Denn für 'nen Kuss würd ich gen Hades fahren


~


27.10., 1:33Uhr
Implodierende Geschoße zermahlen mein zermartertes Gehirn.
Einsam sitz ich, voll des dreck'gen Grün und warte das Warten der Wartenden auf etwas Willkürliches, willkürlicher als das tiefe Bitterrot der Verblendeten.
Lichter löschen, Gedanken fließen weiter.
Loblieder erhellen mir die düster-schwarze Nacht des Seins.
So sitz und hoff ich hier wie ein ausgesetztes Tier.


~


Nebelschwaden der Ewigkeit

Nur eine Welt aus nichts und dunst'gen weiß
Über allem die hölzernen Wächter
Das Schwarz wirft das funkelnd' Aug' vom Schlächter
Nur ein Mensch aus Fleisch mit der Seel' aus Eis

Des Schlächters Aug' fällt langsam in den Schlaf
Und der Wächter Geärm greifen ins Nichts
Zu lang verwehrten sich die Grimm's des Lichts
Zu lang verwehten sie die dienlich Straf'

Doch wer wird den Weg gen Eden finden
Und wer wird in Saturns Hades landen
Als die Schlächter vor Lucifer standen
Ließ er sie ewig vor Eden winden


~


Seraph

Aufopferungsvolles stet‘ges Streben
In seidiger Eleganz ergeben
So wahrhaftig aufrecht stehend
Tief in uns‘re Herzen sehend
Wachend über unser Handeln
Lenken gütig unser Wandeln
Leis‘ wispernde gute Klänge
Lieblich hallende Gesänge
Führen die Versuchung fort
Mit nur einem einz‘gen Wort
Machtvoll kämpfende Fechterinnen
Schwingen schlagende Wächterinnen


~


Schatten-Serenade

Nie hat das Herz durch's Aug' geseh'n
Und es wird auch niemals gescheh'n
Nie hat die Hand die Seel' berührt
Und niemals wird die Hand gespürt
Nie ist ein Kuss durch Lippen geboren
Und nie ist die Liebe nicht erfroren

Während Schatten wachsen, stirbt er
Kein Odem, kein Kuss, nimmer mehr
So endet der Pfad in dem Hain
Und der Fuchs ist wieder allein
Streift weiter durch die Wälder der Toten
Auf das ihn keiner erkennt als Boten...


~


Liebe

[...]
Du kannst Liebe nicht hassen
Kannst sie nicht fassen
Doch du kannst sie spüren
Oder einfach nur küren
Zur schönsten Sache der Welt
Die alles zusammenhält
























































































































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